Bitte nicht stören / Unterbrechungen bei Zwangsritualen

Triggerwarnung

Kennt ihr diesen Spruch, der vorne in Busse hängt?

„Fahrer während der Fahrt bitte nicht ansprechen“

An den muss heute rückblickend scherzhaft denken, wenn ich früher während eines Zwangsrituals gestört wurde.

Wenn ich kontrolliert hatte, ob der Herd auch wirklich aus ist, und unterbrochen wurde, musste ich wieder von vorne anfangen. Genau die gleiche Reihenfolge nochmal. Ist Knopf 1 auf „0“, ist Knopf 2 auf „0“ usw. Wenn ich bei Knopf 3 war und mein Mann mich was gefragt hat, weil er es nicht mitbekommen hatte, was ich gerade tue, war die komplette Zwangshandlung, die ich bis dahin durchgeführt hatte nichtig. D. h. als hätte ich noch gar nicht kontrolliert.

Oder und das ist auch nicht selten passiert, meine Gedanken sind zwischen abgedriftet. Dann war ich mir auch nicht mehr sicher, ob ich den Herd bis dahin „richtig“ kontrolliert hatte. Also auch wieder von vorne anfangen.

Nicht zu vergessen, der Gedanke, was ist, wenn ich gleich unterbrochen werde… schwupps und wieder von vorne usw.

Und so war ich ganz schnell in der Endlosschleife gefangen.

Wer von euch kennt’s auch?

Die Reportagen-Anfrage

Am Donnerstag erhielt ich via Instagram eine Anfrage von einer Medienagentur, ob ich eine Reportage über meine Zwangsstörung drehen würde. Ich war sofort begeistert, denn via Fernsehen ist es möglich, viele Menschen zu erreichen. Das wäre eine super Möglichkeit, um über Zwangsstörungen aufzuklären und sie zu entstigmatisieren. Also telefonierten wir und ich hörte mir an, wie das Konzept sein könnte. Wir hatten ein sehr einfühlsames und vertrauensvolles Gespräch. Auch konnte ich mir 2 Beispielvideos von früheren Reportagen anschauen.

Es gab allerdings 2 Haken:

  1. Die Reportage war für eine Sendung, die tagsüber in einem Privatsender ausgestrahlt wird.
  2. Ich hätte die finale Reportage nicht anschauen dürfen, bevor sie gesendet wird.

Was soll ich sagen, ich habe mich einfach nicht zu 100% wohlgefühlt. Zuviel hätte falsch dargestellt werden können. Wir Betroffene wollen nicht in die Opferrolle, Mitleid erhalten oder als schrullig abgestempelt werden. Wir wollen einfach nur Respekt. Respekt dafür, dass wir jeden Tag mit dieser leidvollen und kräftezehrenden Krankheit wieder aufstehen, kämpfen und das Beste daraus machen.

Es beschäftigt mich immer noch, dass ich abgesagt habe. Ich hätte wirklich gerne die Reichweite für mein Herzensthema Zwangsstörungen genutzt. Allerdings hätte ich mir ein anderes Format gewünscht. Ich hätte gerne seriös meine Geschichte erzählt und zwar positiv. Dass es möglich ist, ein gutes Lebens zu leben, auch mit der Diagnose Zwangsstörung. Ich wollte Mut machen. Hoffnung spenden. Zeigen, dass ich trotz Waschzwang 2 Hunde gerettet habe. Und noch so viel mehr…

Ich bin mir sicher, es kommt noch die richtige Anfrage. Von einem seriösen Sender für ein seriöses Format. Und dann bin ich gerne bereit.

Der Zwang und die Nahrungsmittel

Triggerwarnung

Es gab Zeiten in meinem Leben, da konnte ich nichts mehr außerhalb essen oder etwas, dass wir uns nach Hause bestellt hatten. Ich habe in meiner schlimmsten Zwangsphase mit Mitte 20 fast in jedem Essen etwas gefunden.

Da war z.B. ein Haar auf der Pizza, im Salat hat irgendwas geknirscht oder der Mensch in der Bäckerei hat mein Brötchen ohne Handschuhe und mit einem Pflaster an der Hand angefasst. Bei letzterem Beispiel hatte ich gleich 2 schlimme Gedanken: der erste war, oh je keine Handschuhe – hat sie etwa das Geld angefasst und dann mein Brötchen. Und der zweite war, hoffentlich kam kein Blut auf mein Brötchen. Wer weiß, wie das Pflaster draufgeklebt wurde und hat die Person evtl. danach noch nicht die Hände gewaschen. Was ist, wenn ich mich z.B. mit HIV anstecke und danach meinen Partner.

Dazu kamen dann noch Ängste vor bestimmten Nahrungsmitteln: Eier oder Hühnerfleisch könnten Salmonellen haben. Oder ich konnte z.B. keine Milchprodukte mehr essen, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen war. Dann dachte ich, dass ich davon krank werden könnte.

Es war nur noch schrecklich. Ich konnte fast nichts mehr einfach so essen. Was noch funktionierte, waren abgepackte Lebensmittel wie Brot und Nutella oder Gummibärchen. Leider keine gesunden Nahrungsmittel, was zu einer enormen Gewichtszunahme und kürzester Zeit führte.

Das gute an dieser Form des Zwangs war, dass ich damit sehr gut üben konnte, während meiner Verhaltenstherapie. Z.B. abgelaufene Lebensmittel einfach trotzdem essen. Vorher daran riechen und ein kleines Stück probieren, wenn es noch gut (ich glaube das war es immer), habe ich es dann komplett aufgegessen.

Das negative daran war, dass ich meinen Partner für Rückversicherungen miteinbeziehen konnte, bevor ich meine Verhaltenstherapie gestartet habe. Z.B. musste er an der Milch riechen, und mir bestätigen, dass sie auch

wirklich,

sicher,

ganz sicher,

ganz, ganz sicher

nicht sauer war.

Bitte, bitte, bezieht eure Angehörigen nicht mit ein. Das hilft euch nicht. Im Gegenteil, das wird euren Zwang verstärken. Und bitte sagt euren Angehörigen, dass sie zu euch sagen sollen, dass sie euch dabei nicht helfen dürfen. Nur so schafft ihr es im Rahmen einer Verhaltenstherapie, eure Zwänge zu überwinden. Ihr werdet merken, dass nichts passiert und das jedes Mal. Genau das braucht ihr, um den Zwang zu überwinden.

Buch Tipp: Anne Külz “Dem inneren Drachen mit Achtsamkeit begegnen: Selbsthilfe bei Zwängen

Martin von OCDLand hat mich im Podcast gefragt, welche Bücher ich empfehlen könnte. In diesem Moment ist mir leider keins spontan eingefallen. Da wurde mir bewusst, wie lange es schon her ist, seitdem ich alles, was mir dazu in die Finger gekommen ist, gelesen habe.

Das muss ich ändern, habe ich mir vorgenommen und mit dem Buch „Dem inneren Drachen mit Achtsamkeit begegnen: Selbsthilfe bei Zwängen“ von Anne Külz begonnen.

Es handelt sich um einen Ratgeber, wie Achtsamkeit bei Zwangsstörungen helfen kann. Anne Külz stellt viele wertvolle Achtsamkeitsübungen vor, erklärt Zusammenhänge und unterstützt bei der persönlichen Ursachenforschung.

Ich bin selbst Fan von Achtsamkeitsübungen und davon überzeugt, dass sie mir bei meiner Zwangsstörung geholfen haben. Sie unterstützen mich auch jetzt wieder dabei herauszufinden, wie es zu meinem Rückfall letztes Jahr im Frühling kam.

Für Menschen, die sie noch nicht mit Zwangsstörungen auseinandergesetzt haben, würde ich es nicht als erstes Buch empfehlen. Da gibt es andere, die erst mal Zwangsstörungen etc. erklären. Aber für Menschen, die schon in Therapie waren, und etwas Unterstützung fürs Reflektieren und bei sich bleiben lernen möchten, ist es eine Herzensempfehlung.

Schaut gerne auf meinen Buch Empfehlungen vorbei. Dort habe ich es euch verlinkt. Und ggf. findet ihr auch weitere Lese-Inspirationen.

Habt ihr spezielle Buch-Wünsche, über die hier demnächst berichten könnte?

Waschzwang und Hunde: wie ist das vereinbar? Teil 2

Triggerwarnung

Und dann kam Max in unser Leben. Ca. 5 Jahre nachdem Lilli Teil unserer Familie wurde. Wir haben ihn über den Tierschutz aus Ungarn gerettet. Er war 9 Monate alt und das war das erste Foto, was wir von ihm damals bekamen.

Max wurde vom Tierschutz von einem unseriösen Züchter gerettet. Er saß die ersten Monate seines Lebens leider nur in einem Käfig. Er hatte weder Muskulatur in den Beinen, noch war er stubenrein oder kannte irgendein Kommando. Zum Glück hatte er aber keine schlimmen Erfahrungen mit anderen Hunden oder Menschen gemacht und kam direkt vertrauensvoll auf uns zu.

Kurz nachdem er sich bei uns eingelebt hat, haben wir ihn von unserer Tierärztin untersuchen lassen. Dabei kam raus, dass es ihm richtig gut geht, bis auf die Giardien (Darmparasiten), die in seinem Kot gefunden wurden.

Obwohl es mir zu diesem Zeitpunkt auf den Zwang bezogen gut ging, hat das etwas in mir ausgelöst. Die Ansteckungsgefahr vom Hund auf den Menschen ist gering, aber mir ging es trotzdem nicht gut damit. Das war meine erste negative Erfahrung in Bezug auf Hund und Kontaminationsängste. Ich konnte nicht so unbefangen mit ihm umgehen wie mit Lilli vorher. Max durfte mir z.B. auch nicht zu nah ans Gesicht kommen. Doch mit der richtigen Behandlung waren die Giardien bald weg. Ich habe mich auch wieder gefangen und jetzt sind wir ein gutes Team. Obwohl er meinen Mann trotzdem immer noch näher ist als mir. Dazu muss ich allerdings auch sagen, dass mein Mann ein „Hunde-Magnet“ ist. Jeder Hund geht immer direkt auf ihn zu. Das war bei Lilli damals auch schon so.

Max und Lilli sind auch ein Herz und eine Seele. Es ist so schön zu sehen wie die beiden mit einander umgehen. Futterneid ist so das einzige „Thema“, das die beiden haben. Aber auch dafür haben wir eine gute Lösung, nämlich füttern in getrennten Räumen. Und danach kuscheln sie sich aber wieder zusammen auf die Couch.

Wie würde Loriot sagen „Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“.

Waschzwang und Hunde: wie ist das vereinbar? Teil 1

Schon häufig hat mich die Frage erreicht, wie ich trotz „Waschzwang“ bzw. Angst vor Viren etc. mit Hunden leben kann.

Vielleicht könnt ihr euch vorstellen, dass ich das in meiner schlimmen Zwangsphase nicht konnte. Aber als es mir immer besser ging und ich bemerkt habe, dass sich mein Zustand verfestigt hat, wuchs so langsam der Wunsch, einem Mops ein zu Hause zu geben. Möpse haben so etwas an sich, was mich anzieht. Sie machen mich fröhlich, bringen mich zum Lachen und kuscheln gerne mit Menschen.

Lange haben wir überlegt, ob wir das wirklich umsetzen. Nach ca. 5 Jahren haben wir dann dieses Foto von Lilli gesehen

Und es war um mich geschehen. Liebe auf den ersten Blick. Allerdings habe ich auch einige Tierhaar-Allergien und von daher war klar, wir machen erst mal einen Kennenlern-Termin. Also fuhren wir Lilli besuchen, haben Zeit mit ihr verbracht und mit dem kleinen Wirbelwind gekuschelt

Wir mochten uns direkt, es gab kein Anzeichen von Allergie. 1 Woche später haben wir Lilli abgeholt und ihr ihr neues Zuhause vorgestellt

Sie durfte von Anfang an zu uns auf die Couch, aber nicht ins Bett. Was soll ich sagen, mittlerweile darf sie überall hin …

Wir waren mit ihr Gassi. Sie war immer und überall dabei. Ich habe den Kotbeutel mit ihren Hinterlassenschaften gefüllt. Wir sind nach Hause gekommen und ich habe mir einmal die Hände gewaschen. Es gab nie auch nur einen Hauch von Zwang ihr gegenüber. Im Gegenteil, sie hat mich sogar beruhigt. Manchmal, wenn ein anderer Zwang sich kurz mal zeigte, ging es mir direkt besser, wenn sie sich neben mich gesetzt hat oder einfach im Raum war. Einmal hatte ich kurz und heftig Angst. Als sie sich auf meine Brust gelegt hat, ließ die Angst nach.

Natürlich wasche ich mir vorm Essen die Hände, wenn wir vorher gekuschelt haben oder Gassi waren. Aber ansonsten kein Zwang. Ich kann es euch auch nicht anders erklären, außer dass ich sie einfach von Anfang an ins Herz geschlossen habe und die Liebe offensichtlich überwiegt.

Ekel

Über Scham und Schuld habe ich bereits in vorherigen Posts geschrieben. Neben diesen beiden Gefühlen – und natürlich Angst -, gehört Ekel zu den Top 3 im Zwangsstörungskosmos.

Was ist Ekel? Der Duden definiert es wie folgt: „Übelkeit erregendes Gefühl des Widerwillens, des Abscheus vor etwas als widerlich Empfundenem. BEISPIELE: „Ekel vor fettem Fleisch empfinden“ oder „eine Ekel erregende Brühe“.

Wie fühlt sich Ekel an? Ekel äußert sich durch starke körperliche Reaktionen wie Brechreiz, Übelkeit, Schweißausbrüche, sinkenden Blutdruck bis hin zur Ohnmacht.

Hauptsächlich ekeln wir Betroffenen uns vor Bakterien, Viren, Schmutz und Körperflüssigkeiten oder -ausscheidungen. Als Beispiel nenne ich gerne den Besuch einer öffentlichen Toilette oder jeder anderen Toilette in z.B. Restaurants, Flughafen etc. Dort finden sich alle o.g. Beispiele, vor denen wir uns ekeln.

Ich glaube, die meisten Menschen gehen nicht gerne auf „fremde“ Toiletten. Sie machen es dann aber trotzdem, wenn sie ein dringendes Bedürfnis haben. Wir Betroffenen machen es – je nach Ausprägung des Zwangs auch – müssen danach aber mehrfach Hände waschen, duschen oder sich und die getragene Kleidung desinfizieren. Das geht stellenweise soweit, dass wir lieber gar nicht, diese Toiletten nutzen, sondern lieber warten, bis wir wieder zu Hause sind. In diesem Fall kann ich auch wieder nur an euch appellieren, bitte wartet nicht. Zum einen ist körperlich nicht gesund und zum anderen verstärkt es euren Zwang. Wenn ihr eine Verhaltenstherapie machen solltet, könnt ihr diesen Zwang auch erfolgreich mit Übungen überwinden. Das war z. B. meine erste Übung während meiner Verhaltenstherapie. Ich habe den Zwang überwunden, aber wenn ich ehrlich bin, gerne gehe ich immer noch nicht auf öffentliche Toiletten. Aber ich weiß, dass ich mich überwinden und es gerade wegen des Zwangs extra tun sollte. Damit er u. a. nicht wieder kommt…

Mein erster Podcast

Seit 2 Tagen ist die Folge des OCDLand Podcasts „Zwanglos“ mit mir als Gästin online:

Teile davon werden auch auf YouTube zu sehen sein. Hier schon mal das erste Video:

Es war ein wirklich angenehmes Gespräch. Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmal an Martin, den Gründer von OCDLand, dass ich dabei sein durfte. Ich kann euch seine wertvolle Arbeit in Bezug auf Zwangsstörungen wärmstens empfehlen. U.a. seine App, die euer digitale Begleiter für eure Zwangsstörung sein kann, aber auch die Recovery Community sowie die Erfahrungsberichte von Betroffenen. Ich durfte auch schon einen Bericht dort veröffentlichen. Schaut gerne mal bei ihm vorbei: https://ocdland.com/

Wir haben u.a. über meine Zwänge gesprochen, meine Therapien und dass mir Medikamente geholfen haben. Aber auch über die Entstigmatisierung von Zwangsstörungen und generell den Gebrauch von Sprache und wie wichtig dieser ist. Insgesamt haben wir über 1 Stunde gesprochen und die Zeit ist nur so verflogen.

Seitdem die Folge online ist, habe ich in dieser kurzen Zeit schon so wundervolles Feedback aus der Instagram Community erhalten. Eins davon würde ich gerne hier mit euch (selbstverständlich anonym) teilen:

Liebe Jess, eben habe ich deinen Podcast gehört und gespannt verfolgt, wie du das „Geheimnis“ deines Erfolgs in Therapie und Recovery so offen, authentisch und berührend beschreibst. Du bist so sympathisch und kannst mit deiner Art bestimmt vielen Menschen Hoffnung geben. Ich möchte dir meine große Bewunderung und Anerkennung für das, was du geschafft hast und nun täglich als Mutmacherin an andere weitergibst, aussprechen. Ich bin übrigens völlig deiner Meinung, was zu zu Stigmatisierung und Sprachgebrauch schreibst. Das ist so wichtig („… ein Mensch MIT einer Erkrankung“). Da bei Menschen mit einer Zwangsstörung oft auch Selbst-Stigma (was dann wie eine zweite Krankheit ist) sehr ausgeprägt ist, finde ich hilfreich, Worte wie z.B. „Zwangi usw.“ nicht zu verwenden (machen wir nicht an unserer Klinik). Herzliche Grüße und vielen Dank.

Ich bin immer noch total gerührt von euren lieben Worten und so froh darüber, dass ich euch etwas Mut machen konnte. Herzlichen Dank und von meiner Seite aus, dürfen gerne noch weitere Podcasts folgen…

Angst vor der Klinik in meiner Hochphase

Triggerwarnung

Wegen meiner Zwangsstörung war ich nie in einer Klinik. Ich habe meine Verhaltenstherapie zusammen mit meiner Therapeutin bei ihr und bei mir zu Hause durchgeführt. Und wisst ihr warum?

Ich hatte Angst. Angst, dass ich mir evtl. ein Zimmer mit einem Menschen in der Klinik teilen müsste oder dass mir dort irgendwas zustößt, z.B. im Schlaf. Mir fehlte außerdem der Glaube an mich, dass ich mich auf mich verlassen kann. Oder auch, dass ich einfach das Leid der anderen Menschen dort nicht ertragen könnte, da ich sehr empathisch bin.

Heute weiß ich, auch das hat mir der Zwang „eingeredet“. Wie schlimm ich mich allerdings damals damit gefühlt habe, kann ich immer noch gut nachempfinden. Bestimmt hätte mir ein Klinikaufenthalt auch gut getan. Ich bereue es nicht, wollte es aber nicht unerwähnt lassen. Da es evtl. einigen von euch auch so geht und ich euch darauf aufmerksam machen möchte.

Mitglied bei Deutschen Gesellschaft Zwangserkrankungen e.V.

Ja, ich bin dort jetzt auch Mitglied. Ich habe schon viele Jahre selbst, auf ihrer Homepage recherchiert oder sogar hier in meinem Blog den Link geteilt. Warum bin ich nie beigetreten? Ich weiß es beim besten Willen nicht. Aber dafür bin ich es jetzt. Und ich freue mich so sehr darüber.

Die DGZ bietet die folgende Unterstützung an:

  • Telefonische Hinweise auf Therapeut:innen für Zwangsstörungen in deiner Region
  • Vermittlung zu Selbsthilfegruppen in deiner Nähe
  • Hilfestellung beim Aufbau von Selbsthilfegruppen
  • Telefonische Beratung
  • Jährliches Bundestreffen für Selbsthilfegruppen
  • Informationsveranstaltungen zu Zwangsstörungen
  • Jahreskongress (Austausch für Expert:innen und Betroffene)
  • Ideelle Unterstützung von Forschungsprojekten über Zwangserkrankungen
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Ratgeberbroschüren
  • Zeitschrift Z-aktuell (4 x jährlich)
  • Infostelle Trichotillomanie
  • Nichtmitglieder erhalten telefonische Hinweise auf Selbsthilfegruppen und Therapeut:innen in ihrer Region und können gegen Schutzgebühr das gesamte Informationsmaterial beziehen.

Die DGZ berät euch gerne, falls ihr eine:n erfahrene:n Therapeut:in sucht, eine Klinik oder Selbsthilfegruppe. Aber gerne auch, wenn ihr Hilfe für eure Angehörigen benötigt. Ihr erreicht sie telefonisch montags bis freitags von 10:00 – 12:00 Uhr unter 040 689 13 700.

Weitere Infos findet ihr hier

Und falls ihr schon Mitglied seid und die Z-aktuell bezieht, findet ihr evtl. demnächst einen kleinen Artikel von mir…