Hoffnung

Diese Woche habe ich den inspirierenden Artikel 7 Gedanken zu Hoffnung von Nermin Ismail gelesen.

Die Autorin geht darauf ein, dass Hoffnung nur im Miteinander entstehen und realisiert werden kann. Besonders gut gefällt mir ihr 5. Punkt: Austausch ist der Weg. In dem wir miteinander sprechen, können wir gemeinsam handeln und Hoffnung schöpfen. Für das Hoffen ist Vertrauen unabdingbar.

Damit hat sie bei mir genau den Punkt getroffen. Hoffen und die Hoffnung nicht aufgeben ist essenziell. Wenn wir hoffen und uns miteinander austauschen, gelingt uns auch, besser mit unserer Diagnose Zwangsstörung umzugehen. Psychoedukation, Aufklärung, einander zuhören, Verständnis zeigen, Raum geben und allen Menschen die Freiheit zu lassen, so zu sein wie sie sind. Das ist meiner Meinung nach der Weg für ein gutes Leben mit Zwangsstörungen und auch allen anderen Erkrankungen.

Vom über uns Hinauswachsen

Letzte Woche war ich wieder beruflich unterwegs. Dieses Mal ohne Übernachtung: morgens hin, nachmittags der Termin und abends zurück. Ihr könnt Euch vorstellen, dass das an einem Tag super anstrengend ist. Vor allem nach der langen Corona-Zeit, in der ich fast die komplette Zeit zu Hause war.

Was mir aber nach den letzten beiden Reisen aufgefallen ist, ist dass ich zwar an dem Tag selbst abends erschöpft bin, aber am nächsten Tag, bin voller Stolz, Ideen, Stärke, Hoffnung und Freude auf die Zukunft. Es gibt noch so viel zu entdecken!

Generell bin ich ein Mensch, der gerne zu Hause und auch mal für sich alleine ist. So habe ich Zeit für mich, kann reflektieren und Kraft tanken. Gleichzeit ist es für mich aber auch so wichtig, Freund:innen zu treffen, neue Städte / Länder zu erkunden und Neues kennenzulernen.

An den Reisetagen selbst sind das oft so viele Eindrücke, dass ich diese gar nicht so schnell verarbeiten kann. Aber ich gehe dann rechtzeitig schlafen, lasse mir am nächste morgen ein bisschen mehr Zeit zum Aufwachen und Nichtstun und dann bin ich plötzlich motiviert. Ich sprudle vor Ideen für meinen Job, für meine Gesundheit und für meine Weiterentwicklung. Als nächstes habe ich mir ein Onlinetraining zum Thema Selbstwert vorgenommen. Das ist nämlich eine meiner Erkenntnisse, aus meinem letzten Zwangsstörung-Rückfall. Offensichtlich war ich damit nämlich noch nicht so weit, wie ich dachte.

Ich freue mich auf alles, was kommt!