Meine Top 3, um Zwangsstörungen keinen Raum zu geben

Meine Top 3

Meine Top 3, um Zwangsstörung keinen Raum zu geben. Das sind meine persönlichen Favoriten. Lasst es mich noch etwas genauer beschreiben, was ich damit meine:

1. Die Zwangshandlung NICHT durchführen

Angenommen der Zwang ist das Kontrollieren, ob der Herd auch wirklich aus ist. Meine Zwangshandlung war, mich vor den Herd zu stellen, die Schalter der Reihe nach durchzugehen, ob sie auch wirklich auf „0“ stehen. So wollte ich sicherstellen, dass das Haus nicht abbrennt, wenn ich nicht zu Hause bin.

Ganz wichtig ist, die Schalter NICHT zu kontrollieren. Denn je mehr Raum der Zwang bekommt, umso größer wird er. Anfangs kontrollierte ich nur, ob die Schalter auf „0“ stehen, dann kam dazu, zu checken, dass auch die Kontrolllämpchen auf der Herdplatte nicht rot leuchten und dann entstand sogar noch eine Kombination aus zu prüfen, dass Schalter 1 aus ist, auf den Oberschenkel klatschen, Schalter 2 aus ist, auf den Oberschenkel klatschen usw.

2.Kein Vermeiden von unangenehmen zwangsbehafteten Situationen

Als Beispiel nehme ich hier die Angst vor Kontamination, d.h. sich an irgendetwas anstecken zu können, bei dem Besuch einer öffentlichen Toilette.

Als mein Zwang schon recht ausgewachsen, hätte ich früher vermieden, auf diese Toilette zu gehen und so lange gewartet, bis ich zu Hause bin. Das hat zu immer längeren „Einhalten“ geführt und sogar zu Blasenschmerzen, was leider nicht wirklich gesund ist. Also gehe ich extra auf z.B. Restaurant-Toiletten, um mich weiterhin der Situation auszusetzen, so dass der Zwang gar nicht erst wieder aufkommen kann.

3.Und somit sind wir auch schon beim immer weiter üben bzw. dranbleiben.

Nur, weil ich die Zwänge einmal überwunden hatte, hieß das nicht, dass es dauerhaft so blieb. War mal eine Extremsituation und hatte ich zu viel Stress, kamen die Zwänge schleichend zurück. Denn durch den Stress, hatte ich weniger Kraft, weiterhin gegen die Zwänge anzukämpfen und mich zwangsbehafteten Situationen auszusetzen. Und Schwupps, da waren sie wieder…

Da spielten nun aber 2 Faktoren mir rein: 1. der Stress entzog mir die Kraft zum Üben, 2. ich habe mir nicht genug Pausen gegönnt und wieder das Gespür für meinen Körper verloren. Und da kommen dann wieder meine Helfer ins Spiel, die ich in vorherigen Posts schon beschrieben habe: Yoga, Meditation und Achtsamkeit.

Könnt ihr euch mit meinen Top 3 identifizieren? Habt ihr evtl. noch weitere Tricks, die bei euch gut wirken?


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