REDENHILFT

Am Freitag wurde dieses Musikvideo „REDENHILFT“ veröffentlicht:

Ein Hip Hop Projekt zur Entstigmatisierung von psychischen Krankheiten. Mit dem Song wird darauf aufmerksam gemacht, dass es wichtig ist, offen über psychische Krankheiten zu reden und sie gesellschaftlich zu akzeptieren. Sowie das Thema “Therapieplätze”, auch hinsichtlich der Kassensitze kritisch zu betrachten. Viele Menschen müssen monatelang auf einen Therapieplatz warten oder werden immer noch wegen ihres Krankheitsbildes stigmatisiert. Das Video soll dabei helfen, Stück für Stück zu einer toleranteren Gesellschaft zu werden.

Abgerundet wird das Projekt mit einer Spendenaktion für die Deutsche Depressionshilfe, die sich kontinuierlich für eine bessere Versorgung von psychischen Krankheiten einsetzt. Falls du spenden möchtest und es auch kannst, hier die Verbindung für Spenden an die Deutsche Depressionshilfe:

Kontoinhaber:                   Stiftung Deutsche Depressionshilfe, Bank für Sozialwirtschaft

IBAN:                                 DE73860205000003474200

SWIFT / BIC:                       BFSWDE33LPZ

Verwendungszweck:         REDENHILFT

Herzlichen Dank @redenhilft22, dass ich auch ein Teil davon sein und mein Gesicht neben vielen anderen Betroffenen & Aktivist*innen zeigen durfte.

Hoffnung

Diese Woche habe ich den inspirierenden Artikel 7 Gedanken zu Hoffnung von Nermin Ismail gelesen.

Die Autorin geht darauf ein, dass Hoffnung nur im Miteinander entstehen und realisiert werden kann. Besonders gut gefällt mir ihr 5. Punkt: Austausch ist der Weg. In dem wir miteinander sprechen, können wir gemeinsam handeln und Hoffnung schöpfen. Für das Hoffen ist Vertrauen unabdingbar.

Damit hat sie bei mir genau den Punkt getroffen. Hoffen und die Hoffnung nicht aufgeben ist essenziell. Wenn wir hoffen und uns miteinander austauschen, gelingt uns auch, besser mit unserer Diagnose Zwangsstörung umzugehen. Psychoedukation, Aufklärung, einander zuhören, Verständnis zeigen, Raum geben und allen Menschen die Freiheit zu lassen, so zu sein wie sie sind. Das ist meiner Meinung nach der Weg für ein gutes Leben mit Zwangsstörungen und auch allen anderen Erkrankungen.

Phea-Studie

Die „Psychologische und Pharmakologische Effekte beim Absetzen von Antidepressiva“ (PHEA)-Studie wird am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und an der Philipps-Universität Marburg durchgeführt. Mit ihr soll das Absetzen von Antidepressiva genauer erforscht werden. U.a. welche Erfahrungen beim Absetzen von Antidepressiva gemacht werden, welche Faktoren beim Absetzen eine Rolle spielen und wie Patient*innen beim Absetzprozess besser unterstützt werden können. Somit soll sie dazu beitragen, individuelle Bedürfnisse der Patient*innen in der Behandlung zu ermöglichen.

Ein super spannendes Thema, worüber ich bisher leider noch wenig Infos gefunden habe. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit, als ich vor über 10 Jahren zum ersten Mal meine Anti-Depressiva abgesetzt habe. Mir ging es einigermaßen OK, aber ich hatte sehr schlimme Müdigkeitserscheinungen währenddessen.

Für die Studie werden Menschen gesucht,

  • die einen Absetzwunsch haben.
  • zwischen 18 und 75 Jahre alt sind.
  • bereits eine oder mehrere depressive Episoden hatten.
  • aktuell nicht mehr oder nur noch leicht depressiv sind.
  • über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen.

Ich selbst hatte keine depressiven Episoden, aber falls das auf euch zutreffen sollte und euch das interessiert, schaut gerne mal hier oder hier vorbei.

Recap Online Selbsthilfegruppe für Angehörige

Leider konnte ich am Dienstag jobbedingt nicht von Anfang an teilnehmen. Trotzdem möchte ich meine Erfahrungen mit euch zu dem Treffen teilen.

Es waren einige Eltern und Partner*innen dabei. Das Leid in ihren Gesichtern, wie abgekämpft sie sind… Das alles hat mich wieder sehr daran erinnern, wieviel mein Mann damals durchmachen musste… Zwangsstörungen betreffen leider die Angehörigen sehr mit und es gibt einiges zu beachten, damit unsere Liebsten, die uns helfen möchten, uns auch wirklich helfen.

Von daher hat es mich sehr gefreut, dass ich als DGZ Vorstands-Anwärterin, mit dabei sein und meine Erfahrungen als Betroffene teilen durfte.

Ich gehe hier absichtlich nicht auf Inhalte etc. ein, denn die Gruppe ist ein geschützter Raum. Aber so viel kann ich dazu sagen, am Ende des Treffens während der Feedbackrunde, habe ich in Gesichter geschaut, die ein wenig hoffnungsvoller aussahen. Ein Gefühl der Gemeinsamkeit ist entstanden. Sich auszutauschen tut einfach gut.

Online Selbsthilfegruppe für Angehörige

Wie schön, dass ich es am Montag geschafft habe, an dem Online Selbsthilfegruppe-Treffen für Betroffene der DGZ teilzunehmen. Es war eine kleine angenehme Runde, in welcher sich alle kurz vorgestellt haben. Dann haben wir u.a. über Klinik-Erfahrungen gesprochen. Das finde ich immer super interessant, da ich selbst nie in einer Klinik war. Und zum Schluss haben alle nochmal Feedback gegeben, wie es ihnen gefallen hat, was verbessert werden könnte und sie an Ideen mitnehmen.

Antonia Peters, die Vorsitzende der DGZ, hat dann noch einen neuen Termin angekündigt. Und zwar das Selbsthilfegruppen-Treffen der DGZ für Angehörigen. Dieses findet am Dienstag, 16. August von 18:00– 19:30 Uhr, ebenfalls via Zoom statt. Hier geht’s zu den Zoom Einwahldaten.

Meeting-ID: 420 047 4155
Kenncode: 8YMnHM

Ich freue mich besonders, dass dieser Termin stattfinden wird. Oft erreichen mich Anfragen von Angehörigen, was sie tun können und wie sie helfen können. Und ich könnte mir vorstellen, dass das ein hilfreicher Termin für all diejenigen sein könnte.

Auch an diesem Termin versuche ich teilzunehmen, da ich als Betroffene bestimmt auf die ein oder andere Frage Antworten geben kann. Wenn auch nur aus meiner persönlichen Sicht und Erfahrung.

Vielleicht sehen wir uns ja am Dienstag…

Online-Selbsthilfegruppe der DGZ

Hallo ihr Lieben,

heute gibt’s nur einen kurzen Post, dafür ist er aber umso interessanter. Einige von euch haben mich schon mal gefragt, ob es eine Online-Selbsthilfegruppe gibt. Die DGZ (Deutsche Gesellschaft Zwangserkrankungen) bietet einmal im Monat Online-Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige an.

Morgen, am 8. August von 18:30 – 20:00 Uhr findet der nächste Termin via Zoom für die Betroffenen Gruppe statt. Hier findet ihr weitere Infos sowie die Einwahldaten.

Ich plane auch daran teilzunehmen, weiß aber noch nicht, ob ich es Job-bedingt zeitlich schaffe. Wenn es klappt, würde ich mich auf jeden Fall freuen, euch dort zu treffen.

Habt noch einen schönen Sonntag.

Zuversicht

Der Duden definiert Zuversicht wie folgt: festes Vertrauen auf eine positive Entwicklung in der Zukunft, auf die Erfüllung bestimmter Wünsche und Hoffnungen.

Wissenschaftler*innen gehen davon aus, dass die Zuversicht zu etwa 30 Prozent genetisch veranlagt ist. Der restliche Großteil ergibt sich aus positiven Erfahrungen und ist Entscheidungssache. Wir alle haben die Wahl, ob wir die Dinge positiv oder negativ betrachten wollen.

Zuversichtliche Menschen sind mit anderen Worte Optimist*innen, aber keineswegs Träumende. Sie glauben nur einfach an einen guten Ausgang. Dieser Mut muss erstmal aufgebracht werden. Aber wie?

  • Meide Pessimist*innen

Lass dich von ihnen nicht runterziehen, bleibe aber offen für gute Gegenargumente.

  • Erinnere dich an deine Erfolge

Mache dir deine Erfolge bewusst und erinnere dich daran, was du bereits alles geschafft hast. Das fördert dein Selbstvertrauen.

  • Entscheide dich

Und dann handle danach. Vergiss nicht, wir haben die Wahl, ob wir an eine positive Zukunft glauben oder nicht.

  • Suche dir Vorbilder

Menschen adaptieren die Verhalts- oder Denkweise von ihnen. Wenn diese es schaffen, können wir es auch.

Womit würdest du diese Liste noch ergänzen?

Krankheit vs. Störung

Von einer lieben Instagram Followerin wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass es problematisch ist, bei psychischen Störungen von psychischen Krankheiten zu sprechen. Nutzen wir den Begriff Krankheit, kann das diskriminierend sein und zur Stigmatisierung beitragen. Sie hat es von ihrer Apothekerin gehört.

Das fand ich einen super interessanten Ansatz und habe mal ein bisschen dazu gegoogelt. U.a. habe ich dazu einen Artikel auf bionity.com gefunden. Dort wird es so erklärt, dass der Begriff Störung neutraler ist und somit weniger negativ bewertet werden kann als Krankheit.

Aber einen wirklich seriösen und ausführlichen Bericht habe ich leider nicht gefunden. Seid ihr da evtl. schon weiter? Diese Frage gebe ich auch gerne an die Therapeut*innen und Psycholog*innen weiter. Ich freue mich sehr auf euer Feedback dazu.

Tit for Tat – Strategie

In einem Podcast zum Thema Vertrauen habe ich von einer interessanten Strategie gehört: die sogenannte Tit for Tat – Strategie.

Tit for Tat bedeutet übersetzt „wie du mir, so ich dir“. Diese Strategie wurde in den 1960er Jahren von Anatol Rapoport erarbeitet und bekannt durch das Buch „die Evolution der Kooperation“ von Robert Axelrod. In dem Buch wird der große Erfolg dieser Strategie in einem Zweipersonen-Wettkampf bei einem Computer-Turnier beschrieben.

Doch darauf möchte ich nicht groß weiter eingehen. In dem Podcast wurde die Strategie als Beispiel aufgezeigt wie zwischen Menschen Vertrauen aufgebaut werden kann. Nämlich indem ich meinem Gegenüber immer zuerst Vertrauen schenke. So hat mein Gegenüber einen Vertrauensvorschuss von mir. Ich begegne der Person mit Freundlichkeit und Vertrauen, so dass sie sich gut fühlen und mir auch Vertrauen kann.

Mein erster Gedanke dazu war, mmmh, da kann mein Gegenüber mich aber auch z.B. ausnutzen. Ich mit meiner Vergangenheit, in der ich nicht mal mir selbst vertraut habe, bin da erst mal skeptisch.

Je länger ich aber darüber nachdenke, desto besser gefällt mir diese Strategie. Wenn ich einem Menschen freundlich begegne, ist dieser auch fast immer freundlich zu mir. Übersetze ich das nun auf Vertrauen, wer weiß… Ich werde das mal ausprobieren, fange aber mir kleinen Beispielen an.

Kennt ihr diese Strategie? Wendet ihr sie evtl. sogar schon an? Und wenn ja, wie sind eure Erfahrungen damit?

Mein 3. Podcast

Sorry, dass ich ihn erst jetzt via Blogpost veröffentliche, aber Urlaubs – und Corona bedingt bin ich leider vorher noch nicht dazu gekommen.

Jetzt freue ich mich aber, ihn mit euch auch hier zu teilen:

Ich habe mit dem lieben Max von Soulergy gesprochen. U.a. anderem über meine Zwänge, Medikamente und wie man in einer Klinik Hilfe bekommt. Max hat sehr einfühlsame Fragen gestellt und ich konnte direkt spüren, dass er schon viele Jahre Erfahrung mit der Behandlung von psychischen Störungen sammeln konnte.

Soulergy setzt sich für Sensibilisierung und Unterstützung mentaler Gesundheit ein. Schaut gerne mal bei Ihnen vorbei.

Viel Spaß beim Hören der Folge.

Ich freue mich über euer Feedback, wenn ihr sie gehört habt.