Nach vielen Jahren meinen Freundinnen anvertraut

„Ich habe nie etwas davon bemerkt“ oder „Ich dachte einfach immer nur, du seist besonders gründlich bzw. gut strukturiert“ so oder so ähnlich waren die ersten Antworten von meinen Freundinnen als ich das erste Mal im letzten Jahr offen mit ihnen darüber gesprochen habe. Und ich muss dazu sagen, meine Freundinnen sind sehr einfühlsame Ladies mit hohem Emotionalen Quotienten. Anscheinend habe ich es tatsächlich über viele Jahre geschafft, es selbst vor ihnen zu verbergen. Was das aber für Anstrengungen mit sich gebracht hat und wie oft ich mir gewünscht habe, es ihnen einfach zu sagen. Irgendwas hat mich immer zurückgehalten. Vermutlich die Angst, den Job zu verlieren und die Scham, für verrückt gehalten zu werden.

Doch nun überwiegt mein Anliegen, die Entstigmatisierung von Zwangsstörungen und Betroffenen Mut zu machen.

Zwischen meinen Freundinnen und mir hat sich seitdem nichts verändert – sie schauen mich nicht komisch von der Seite an 😉 Halt, das stimmt so nicht, es hat sich etwas verändert. Sie sind mir noch mehr ans Herz gewachsen, unser gegenseitiges Vertrauen ist noch größer geworden und sie können mich viel besser einschätzen, wenn ich sie z.B. um einen Rat bitte. Das ist so ein tolles Gefühl! Danke an euch wundervolle Ladies!

Sprecht ihr mit Freund*innen oder einer Vertrauensperson über eure Zwänge? Wie geht ihr damit um?

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: