Meine Helfer – Teil 1: Yoga

Schon öfters habe ich darüber geschrieben, dass mir Yoga, Meditation und Achtsamkeit gut tun und mir helfen, im Moment zu leben und meinen Körper sowie meine Bedürfnisse zu spüren und mir selbst somit besser vertrauen zu können.

Während meiner online Recherche bin ich auf diese Zeilen aufmerksam geworden (leider weiß ich die Quelle nicht mehr):

Einige Zwangspatienten haben oft das Gefühl, die eigene Kontrolle über ihr Leben verloren zu haben, ihnen ist ihr eigenes Erleben fremd geworden, sie vertrauen ihren eigenen Erinnerungen nicht mehr, sind sich ihren eigenen Bedürfnissen und Wünschen nicht mehr sicher, leiden oftmals unter einem sogenannten „Unvollständigkeitsgefühl“, d. h. sie erleben bei ihren Zwangshandlungen das Gefühl „nicht ganz da oder abwesend“ zu sein.

In diesen Worten habe ich während meines Tiefpunkts wiedergefunden und evtl. geht es euch ähnlich. Deshalb wollte ich gerne mit euch teilen was mir dabei geholfen hat und immer noch hilft, dass es nie wieder so weit kommt.

Bereits während meiner ersten klassischen Therapie hat mich meine erste Therapeutin dazu ermutigt, mal Yoga auszuprobieren. Ich war in mehreren Yoga-Schulen und -Studios und habe mich zum Schluss für eine Lehrerin und nicht die Schule bzw. das Studio entschieden, da ich festgestellt habe, dass es mir wichtig ist, dass der/die Lehrer*in authentisch ist. So kann ich mich am besten darauf einlassen und mich wohlfühlen.

Wie hilft mir Yoga: es erdet mich, lässt mich meinen Körper spüren, darf auch gerne anstrengend sein, umso schöner ist danach die Entspannungsphase und hilft mir dabei, Stress, den ich tagsüber z.B. während der Arbeit hatte, loszulassen. Mein bisher allerschönstes Yoga-Erlebnis war die völlige Entspannung nach einer Stunde. Ich war total ruhig, gelassen und nichts hat mich aus der Ruhe gebracht. Dieses Gefühl hielt sogar bis zum nächsten Tag an. Unbeschreiblich! Leider hatte ich das bisher nur einmal und ich überlege immer noch, was der Trick bzw. die genaue Kombination in dieser Stunde war. Ich vermute, es lag daran, dass wir mit einem sehr anstrengenden Flow angefangen haben und mit Yin Yoga zum Loslassen aufgehört haben.

Wer dazu Ideen und Anregungen hat, wie ich diesen Zustand nochmal erreichen könnte – ich wäre euch super dankbar!

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