8 Wege, ein Ally für Menschen mit Zwangsstörung zu sein

Auf Instagram bin ich diese Woche auf einen Beitrag von OCD North. Auf englisch hieß er „8 Ways to be an OCD ally“. Und das habe ich zum Anlass genommen, diesen Beitrag zu übersetzen und ein wenig auf Deutschland anzupassen. Im Folgenden findet ihr also meine Version:

  1. Schaffe einen sicheren Raum für Menschen mit Zwangsstörung, damit sie ihre Geschichte offen und ohne Vorurteile erzählen können.
  2. Spreche andere darauf an, wenn sie Zwangsstörung als Scherz oder den Begriff „mein innerer Monk“ verwenden.
  3. Betrachte mentale und körperliche Gesundheit als gleichwertig – beide verdienen Unterstützung und Aufmerksamkeit.
  4. Bringe Kindern etwa über Zwangsstörungen bei – lese Bücher, sieh dir Dokumentarfilme an und tausche Geschichten aus, in denen Zwangsstörungen thematisiert werden.
  5. Vermittele, dass es OK ist, sich professionelle Hilfe zu holen – Hilfe zu holen ist immer OK.
  6. Teile dein Wissen über Zwangsstörungen mit anderen.
  7. Fördere das Gespräch über das „Tabuthema“ Zwangsstörung, um die Scham über die Störung zu verringern.
  8. Verharmlose niemals die Angst, die Menschen mit Zwangsstörungen erleben.

Teilt diese Infos gerne mit so vielen Menschen wie möglich. Verbreitet die Botschaft 😊

Ally für Menschen mit Zwangsstörung

Ally? Was bedeutet das überhaupt? Ally ist ein englischer Begriff, der übersetzt „Verbündete:r“ bedeutet. Allys sind Menschen mit Privilegien, die andere Menschen aus unterdrückten oder diskriminierten Gruppen unterstützen. Sie verbinden sie sich mit einer diskriminierten Gruppe, obwohl sie kein Teil davon sind und zeigen sich solidarisch und empathisch. Somit tragen sie dazu bei, dass sich Menschen aus marginalisierten Gruppen gehört, verstanden und wertgeschätzt fühlen. Allyship bedeutet Zustände kritisch zu hinterfragen, für Veränderungen offen, diversity (vielfältig)-sensibel und vorurteilsbewusst zu sein und das mit dem eigenen handeln und der Sprache zu zeigen bzw. umzusetzen. Allys kämpfen den Kampf gegen die Ungerechtigkeit, als ob es ihr eigener wäre.

Für die LSBTIQ* (Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Inter* und Queers) Community ist ein Ally eine heterosexuelle und cisgeschlechtliche Person, die queere Menschen unterstützt und sich für ihre Rechte und Anliegen einsetzt.

Wie kann ich ein guter Ally sein?

  1. Übe dich in Akzeptanz und urteile nicht.
  2. Höre aktiv zu.
  3. Sei integrativ und schließe niemanden absichtlich aus.
  4. Wähle eine unterstützende Sprache
  5. Glaube der Person, die die unterstützt.

Wäre es nicht schön, wenn es Menschen gäbe, die Allys für uns Betroffene von Zwangsstörungen sind? Wie könnten sie sich eurer Meinung nach für uns einsetzen?

Ich danke euch schon vorab für euer Feedback und werde es gerne zusammengefasst in einem Beitrag selbstverständlich anonym teilen.