Yoga Entwicklung

An Silvester hatte mich bei meiner großartigen und langjährigen Yogalehrerin Manuela für 108 Sonnengrüße angemeldet und mich riesig darauf gefreut. Das ist zu einem schönen Jahresend-Ritual für mich geworden und wäre meine 4. Teilnahme gewesen. Danach wollte mich stolz und körperlich gut fühlen. Tja, was soll ich sagen – es wurden nicht ganz 108. Nach ca. 40 Sonnengrüßen hat mein Körper mir zu verstehen gegeben, dass er aufhören möchte.

OK, dachte ich, mich ich eine Pause und steige zu der nächsten 10er Runde wieder mit ein. Habe ich auch, aber auch dieses Mal bin ich nicht weit gekommen.

Meine nächste Idee war, oh ich hatte noch nicht gefrühstückt (mach ich nie). Also habe ich eine Banane gegessen, damit mir nicht schlecht wird, bei den Übungen. Leider hat das aber auch nichts gebracht. Ich habe in den Gruppenchat geschrieben, dass ich die Session leider verlassen muss.

Wie fühlt sich dieser Moment an? Erster Gedanke, toll ich habe versagt… Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Ich habe auf meinen Körper gehört! Früher hätte ich es durchgezogen, bis mir schwindlig geworden wäre. Jetzt habe ich auf meine Grenzen geachtet und mich um mich gekümmert. Ich hatte in der Nacht zuvor leider nur wenig geschlafen, bin quasi fast vom Bett auf die Matte gegangen. Ohne was Leichtes zu essen und zu trinken. Das konnte nicht gut gehen. Mir war bei den letzten Sonnengrüßen schon richtig schwummrig und ich hatte absolut keine Kraft mehr.

Auch das ist Yoga. Auf seinen Körper hören: ihn zu nichts zwingen, was ihm nicht gut tut. Das habe ich in den letzten Monaten von der lieben Sophie von Sophie‘s Safe Space gelernt. Und ich muss sagen, das macht mich stolz. So langsam werde ich offensichtlich weniger streng mit mir und erlaube mir, auf meine Bedürfnisse zu hören.