Die eigenen Werte herausfinden

Es sagt sich immer so leicht, nach den eigenen Werten leben. Doch was ist, wenn dich die Zwangsstörung so an allem zweifeln lassen hat, dass du deine Werte gar nicht mehr kennst? Was ist, wenn du alles verlernt hast, was dir mal wichtig war?

Genau so war das damals bei mir. Ich musste so viel wieder neu lernen und für mich neu definieren. Was mich aber auch hat wachsen lassen.

Falls du gerade auch an so einem Punkt stehst, kann ich dir Werte-Tests empfehlen. Ich habe schon mehrere gemacht. Besonders gut hat es mir gefallen, als ich es mit einer Freundin, die eine Coaching-Ausbildung gemacht hat, durchgeführt habe.

Wenn du jetzt aber gleich loslegen möchtest, dann kann ich dir diesen Werte-Test von ein guter Plan empfehlen. Bei mir kam „völlig überraschend“ das heraus:

1. Wert: Freiheit, Liebe

2. Wert: Vertrauen

Viel Spaß damit und wenn du magst, teile deine Werte gerne mit mir.

Werte-Übung von Anne Külz

Im Dezember mögen viele Menschen Jahresrückblicke. Sie reflektieren die letzten Wochen und Monate. Mir ist dabei die Werte-Übung von Anne Külz (gewähltes Vorstandsmitglied der DGZ und psychologische Psychotherapeutin spezialisiert auf Zwangsstörungen) in den Sinn gekommen. Diese haben wir während ihres „Akzeptanz- und Commitmenttherapie bei Zwangsstörungen“- Workshops auf der DGZ-Jahrestagung durchgeführt.

Die Übung gefällt mir persönlich gleich doppelt gut, da sie mir während des Rückblicks eingefallen ist. Sie aber gleichzeitig auch für die Zukunft gilt.

Und nun zur Werte-Übung „Wert als Geste“:

  1. Welcher Wert ist mir in dieser Woche wichtig?
  2. Mit welcher Geste möchte ich ihn verbinden?

Bevor ich meinen Wert, den ich während des Workshops gewählt habe, mit euch teile, noch kurz noch ein paar erklärende Worte über Werte. Werte können uns als Kompass helfen, wie ein inneres Koordinatensystem, das Sicherheit gibt. Außerdem ist wertekonformes Verhalten an sich verstärkend und schenkt uns somit Energie. Für mich ist das ein wichtiger Punkt, der mich bei meiner Selbstwirksamkeit und somit dem Vertrauen in mich unterstützt.

Zur Zeit des Workshops war mir mein Selbstmitgefühl wichtig. Also habe ich gewählt, dass ich in der kommenden Woche „bei mir bleiben“ wollte, wenn manchen Menschen um mich herum ausschließlich negative oder pessimistischen Äußerungen von sich gaben. Als verbindenden Geste habe ich die Hand auf meine Brust gelegt.

Welchen Wert wirst du für dich wählen und mit welcher Geste verbinden?