Zwangsspektrumsstörungen

Beim Recherchieren während meines Urlaubs, bin ich auf diese Seite gestoßen. Dort wird u.a. erklärt, welche Erkrankungen noch zum Zwangsspektrum gehören.

Auf Instagram habe ich bereits gelernt, dass z.B. Trichotillomanie (“Haare ausreißen”) sowie Dermatotillomanie (“Skin-picking Disorder”) dazu eingeordnet werden. Doch es gibt noch viele weitere Erkrankungen, die den bereits bekannten Zwangsstörungen ähneln. Auch diese sind mit dem starken Drang verbunden, dass eine bestimmte Handlung immer wieder durchgeführt werden muss. Ebenfalls wie bei Zwangsstörungen empfinden die Betroffenen ihre Handlungen als übertrieben bzw. unnötig. Besonders interessant fand ich, dass viele Erkrankungen zu den Zwangsspektrumsstörungen zählen, auf die ich nie gekommen wäre. Im Folgenden findet ihr sie:

Impulskontrollstörungen (“Verhaltensüchte”) 

  • Trichotillomanie (“Haare ausreißen”)
  • Dermatotillomanie (“Skin-picking Disorder”)
  • Pathologisches Kaufen (“Kaufsucht”)
  • Pathologisches Glücksspiel (“Spielsucht”)
  • Pathologisches Stehlen (“Kleptomanie”)
  • Pathologischer Internetgebrauch (“Internetsucht”)

Bestimmte neurologische Erkrankungen

  • Tic-Störungen / Tourette-Syndrom

Erkrankungen, die mit einer ständigen Beschäftigung mit dem eigenen körperlichen Erscheinungsbild und/oder mit Krankheiten einhergehen

  • Körperdysmorphe Störung (Wahrnehmungsstörung des eigenen Körperbildes)
  • Hypochondrie (Angst vor Krankheiten)

Na, habt ihr bereits alle gekannt bzw. war es euch bewusst, dass sie dazu gehören?

Warum wir auf den Begriff „mein innerer Monk“ verzichten sollten

Am Freitag bin ich mal wieder auf den Begriff „mein innerer Monk“ gestolpert. Das habe zum Anlass genommen einen Instagram Post zu veröffentlichen. Diesen möchte ich euch hier natürlich auch nicht vorenthalten:

“ Warum wir auf den Begriff „mein innerer Monk“ verzichten sollten

Er ist vergleichbar mit dem englischen Ausdruck „I am so OCD“. Beide Begriffe werden oft verwendet, wenn Menschen etwas lustig umschreiben möchten, wenn sie z.B. etwas gerne aufgeräumt, ordentlich oder ähnliches mögen.

In der letzten Zeit wird er immer häufiger von lieben Menschen in Podcast, Posts oder im Sprachgebrauch verwendet, die möchten, dass sich ihr Umfeld bei ihnen wohlfühlt. Er wird unbedacht und ohne böse Absicht, sondern eher als Humor bzw. lustigen Spruch eingesetzt.

Monk ist eine Serie, in der stellenweise verharmlost wird, wie schlimm eine Zwangserkrankung oder Zwangsstörung (engl. Begriff OCD) sein kann. In extremen Fällen, sind Betroffene nur noch zu Hause, kontrollieren beispielsweise in Endlosschleife den Herd oder waschen sich die Hände wund, können nicht mehr arbeiten gehen, haben keine Kraft mehr und kommen nur noch mit der Hilfe von einer Verhaltenstherapie und Medikamenten da wieder raus. 

Für solche Menschen fühlt es sich nicht gut an, wenn Menschen, die keine Zwangsstörung haben, diese Begriffe nutzen. So wirkt die Krankheit verharmlosend und wird verniedlicht. Zwangsstörungen sind aber genau das Gegenteil. Sie sind eine sehr erstzunehmende Erkrankung, die mit sehr viel Leid und Scham verbunden ist.

Ich selbst lebe auch seit über 25 Jahren damit. Mir geht es momentan gut. Ich möchte mich für diese Krankheit stark und anderen Betroffenen Mut machen. Indem ich über Zwangsstörungen aufkläre, möchte ich zu ihrer Entstigmatisierung beitragen. Weitere Infos findet ihr in meinem Instagram Profil oder meinem Blog www.freiheitundvertrauen.de

Mit diesem Post möchte ich darauf aufmerksam machen, wie sich die Nutzung des Begriffs „mein innerer Monk“ für Menschen mit Zwangsstörungen anfühlt. Er soll nicht als Kritik mit böser Absicht verstanden werden. Im Gegenteil: ich würde mich freuen, wenn meine Worte nachempfunden werden können und somit zu mehr Verständnis führen.“

Wie seht ihr das? Ich würde mich sehr über euer Feedback freuen.

Yoga Entwicklung

An Silvester hatte mich bei meiner großartigen und langjährigen Yogalehrerin Manuela für 108 Sonnengrüße angemeldet und mich riesig darauf gefreut. Das ist zu einem schönen Jahresend-Ritual für mich geworden und wäre meine 4. Teilnahme gewesen. Danach wollte mich stolz und körperlich gut fühlen. Tja, was soll ich sagen – es wurden nicht ganz 108. Nach ca. 40 Sonnengrüßen hat mein Körper mir zu verstehen gegeben, dass er aufhören möchte.

OK, dachte ich, mich ich eine Pause und steige zu der nächsten 10er Runde wieder mit ein. Habe ich auch, aber auch dieses Mal bin ich nicht weit gekommen.

Meine nächste Idee war, oh ich hatte noch nicht gefrühstückt (mach ich nie). Also habe ich eine Banane gegessen, damit mir nicht schlecht wird, bei den Übungen. Leider hat das aber auch nichts gebracht. Ich habe in den Gruppenchat geschrieben, dass ich die Session leider verlassen muss.

Wie fühlt sich dieser Moment an? Erster Gedanke, toll ich habe versagt… Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Ich habe auf meinen Körper gehört! Früher hätte ich es durchgezogen, bis mir schwindlig geworden wäre. Jetzt habe ich auf meine Grenzen geachtet und mich um mich gekümmert. Ich hatte in der Nacht zuvor leider nur wenig geschlafen, bin quasi fast vom Bett auf die Matte gegangen. Ohne was Leichtes zu essen und zu trinken. Das konnte nicht gut gehen. Mir war bei den letzten Sonnengrüßen schon richtig schwummrig und ich hatte absolut keine Kraft mehr.

Auch das ist Yoga. Auf seinen Körper hören: ihn zu nichts zwingen, was ihm nicht gut tut. Das habe ich in den letzten Monaten von der lieben Sophie von Sophie‘s Safe Space gelernt. Und ich muss sagen, das macht mich stolz. So langsam werde ich offensichtlich weniger streng mit mir und erlaube mir, auf meine Bedürfnisse zu hören.

Dankeschön-Insta-Live: Meine Antworten auf eure Fragen

Triggerwarnung

Von Herzen Danke an alle, die mich mit meiner Bezeichnungsfindung unterstützt haben! Dank euch sind wir zu folgendem Ergebnis gekommen:

Hoffnungsträgerin & Mutmacherin für Menschen mit Zwangsstörungen

Und als kleines Dankeschön habe ich mir überlegt, dass ich zum ersten Mal ein Insta-Live machen werde. Ihr habt mir vorab Fragen gestellt und ich habe diese – wie immer selbstverständlich anonym- beantwortet werde. Das Insta-Live hat heute um 18:00 Uhr stattgefunden – hier die Aufzeichnung

Da einige von euch sich aber auch gewünscht haben, dass ich die Fragen lieber schriftlich beantworte, here we go:

Fragen:

  1. Was für Zwänge hast du und wie lange schon?
  2. Was sind für dich Zeichen der Heilung von OCD?
  3. Kennst du folgendes: dauerhaftes Unwohlsein/ Angst, obwohl Zwangswiederholungen abnehmen?
  4. Wie bist du mit Stolpersteinen während der Therapie umgegangen oder Daueranspannung?
  5. Helfen dir Antidepressiva?

Antworten:

  1. Zwangshandlungen und Zwangsgedanken. In meiner schlimmsten Phase mit Ende 20 hatte zum Schluss um die 100 verschiedenen Zwänge angesammelt und konnte kaum noch das Haus verlassen. Am schlimmsten war bei mir die Angst vor Viren und Keimen. Danke einer Verhaltenstherapie habe ich es geschafft, diese zu überwinden und ein schönes Leben zu führen. Doch im Frühjahr 2021 hatte ich einen kurzen, aber heftigen Rückfall. Dieses Mal kam ein neuer Zwang hinzu: ich hatte Angst, dass meine Hunde sich vergiften könnten. Mein Zwang wollte mich auf etwas hinweisen, doch ich habe es weiter durchgezogen und es wurde schlimmer. Sogar bereits überwundene Zwänge kamen zurück. Daraufhin habe ich glücklicherweise sofort Hilfe von meiner Therapeutin und meinem Neurologen erhalten. Ich habe wieder meine Übungen aus der Verhaltenstherapie gemacht. Außerdem habe ich reflektiert, worauf mich der Zwang aufmerksam machen wollte. Und innerhalb kürzester Zeit, ging es mir schon besser und die Zwänge waren wieder weg. Jetzt geht es mir wieder gut und ich arbeite gerade die Ursachen auf.
  2. Für mich ist das erste Zeichen, dass ich erst mal annehme, dass ich eine Zwangsstörung habe und mir dann Hilfe suche. Danach folgt, dass ich bemerke, dass ich gerade z.B. einen Zwangsgedanken habe. Allein das ist schon so viel wert. Und irgendwann stelle ich dann fest, ich habe ja gerade gar nicht diesen Zwangsgedanken gehabt. Das ist für mich der größte Erfolg und dann bin ich super stolz auf mich. Ja, das fühle ich dann auch richtig, denn es ist so ein großer Kraftakt, an seinen Zwangsstörungen zu arbeiten. Darauf darf ich dann auch stolz sein!
  3. Ich bin mir nicht sicher, ob die Frage richtig verstehe. Was ich aber kenne ist, dass die Zwänge nachlassen bzw. weg sind und ich Angst habe, dass sie ja sowieso wiederkommen und dass es eh alles nicht bringt. Das stimmt aber nicht, denn es ist möglich, sie zu überwinden.
  4. Das ist eine sehr gute Frage! Ich hatte viele Stolpersteine und war dauernd angespannt. Es war auch so sehr kräftezehrend, die Übungen jeden Tag während der Therapie durchzuführen und immer und immer wieder. Aber ich habe mich dann z.B. an meine Therapeutin gewandt und mit ihr darüber gesprochen. Oder ich habe versucht, mich abzulenken. Leichte lustige Serien anschauen und puzzeln hat mir z.B. sehr gut geholfen, weil da immer sofort ein Ergebnis sehen konnte. Das muss aber meiner Meinung nach jede:r für sich selbst rausfinden, was hilft.
  5. Schlicht und einfach JA! Es war aber alles andere als einfach, als meine Therapeutin mir mein Antidepressivum verschrieben hat. Generell nehme ich nicht gerne Medikamente, nicht mal Kopfschmerztabletten. Aber die Wirkung auf die Zwangsstörung hat mich wirklich überzeugt. Die Nebenwirkungen sind auch nicht immer schön. Bei mir ist das hauptsächlich Müdigkeit, die manchmal am Tag einfach so auftritt. Aber das ist meiner Meinung nach alles besser, als der tägliche Kampf mit den Zwangshandlungen und -gedanken.

Ich hoffe, ich konnte eure Fragen beantworten. Falls nicht, schreibt mir gerne und ich werde näher darauf eingehen.

Sinnfluencerin?

Vor ca. einem Monat hatte ich ein ganz super inspirierendes Coaching mit der wundervollen Katja. Ich hatte sie um einen Termin gebeten, da ich mir nicht ganz sicher war, wie ich hier weitermachen möchte. Schreibe ich als Privatperson oder mache ich mich evtl. sogar selbstständig?

Ich bin mit super vielen wundervollen Ideen aus dem Coaching rausgegangen und lasse diese immer noch auf mich wirken. Von daher kann ich noch nicht so viel über die weitere inhaltliche Zukunft schreiben. Ich muss es auch immer fühlen und der Zeitpunkt muss für mich stimmen.

Worüber ich aber gestern nachgedacht habe, ist, wie nenne ich mich eigentlich? Sinnfluencerin habe schon bei einigen gelesen oder Erfahrungsexpertin. Das sind großartige Bezeichnungen, aber ich empfinde sie für mich als nicht passend. Im Coaching sind wir auf Hoffnungsträgerin und Wegbereiterin für Menschen mit Zwangsstörungen gekommen. Das hat mir ganz gut gefallen.

In diesem Moment fällt mir noch Mutmacherin ein. Aber gibt es das nicht auch schon in anderen Zusammenhängen? Ich würde gerne mein eigenes Wort dafür finden und mag Hoffnungsträgerin derzeit am liebsten.

Wie findet ihr das?

Als was seht ihr mich?

Oder habt ihr sogar noch eine ganz andere Bezeichnung?

Ich freue mich auf euer Feedback und bedanke mich schon ganz herzlich vorab dafür!

Beitrag bei Nachtcafé

Triggerwarnung

Gestern habe ich zufälligerweise gesehen, dass bei der Sendung Nachtcafé eine junge Frau über ihre Zwänge gesprochen hat. Das Thema der Sendung war „Tabukrankheiten, wofür schämen?“. Es handelte sich dabei um eine Wiederholung vom 20.01.2021. Ist aber nach wie vor super aktuell. Falls ihr euch den Beitrag von Melanie Clauss auch anschauen möchtet, klickt mal hier:

Ich saß wie gebannt vor dem Fernseher und muss gestehen, ich glaube, das war der schlimmste Fall von Zwangsstörungen, über den bisher berichtet wurde. Melanie hat erzählt, dass sie sich so sehr für ihre Krankheit geschämt hat, dass sie sich keine Hilfe geholt hat. Nach einer langen Zeit ist sie dann doch in eine Klinik gegangen. Dort wurden ihre Zwänge erst noch schlimmer. Sie konnte sich nicht mal mehr alleine im Bett umdrehen, da ihr Zwang ihr dann eingeredet hat, dass, wenn sie sich falsch umdreht, ihren Eltern etwas Schlimmes passieren könnte. Eine Verhaltenstherapie hat ihr dann geholfen.

Mit Tränen in den Augen und Gänsehaut am ganzen Körper, habe ich ihre Geschichte verfolgt und bin einfach so stolz auf sie, wie sie offen darüber berichtet. Ich habe sie auch gegoogelt, aber leider kein Instagram Profil oder ähnliches entdeckt, da ich ihr gerne schreiben wollte.

Liebe Melanie, falls du das zufälligerweise liest, melde dich doch gerne bei mir, wenn du magst. Ich würde mich sehr freuen, mich mit dir auszutauschen.

Oder falls ihr sie kennt, gebt mir gerne einen Hinweis.

Lieben Dank!

EEG, MRT und OCD

… MFG – mit freundlichen Grüßen 🙂

Triggerwarnung

Liebe Follower:innen mit Diagnose Zwangsstörung: wurden bei euch körperliche Ursachen für eure Symptome ausgeschlossen?

Nein, bei mir auch lange nicht. Erst als ich einige Jahre nach der Diagnose zu einer neurologischen Praxis wechselte, hat mein behandelnder Arzt mich gefragt, ob bei mir schon mal ein EEG oder MRT gemacht wurde. Er fragte, um ausschließen zu können, dass meine Symptome z.B. von einem Hirntumor kommen und es evtl. gar keine Zwangsstörung ist.

Bei der Elektroenzephalographie (EEG) haben kleine, am Kopf angebrachte Metallplättchen meine Gehirnströme gemessen. Die daraus resultierende Hirnstromkurve ließ Rückschlüsse auf die Hirnaktivität und eventuelle Störungen zu. Diese Untersuchung ist mit dem EKG vergleichbar, der Aufzeichnung der elektrischen Herzaktivität.

Dies wurde bei mir zuerst durchgeführt, im Anschluss daran folgte die Magnetresonanztomographie (MRT).

Bei dieser Untersuchung wurde ich liegend in das Magnetfeld des MRT-Geräts gefahren. Dort wurde die Wirkung der Magneten auf den Körper gemessen. Ein Spezialcomputer erstellte daraus Bilder, die Kernspintomogramme. Auf diese Weise wurden Schichtaufnahmen von meinem Kopf erzeugt, auf welchen man z.B. Tumore hätte entdecken können. Die Bilder habe ich innerhalb von wenigen Tagen erhalten und mein Neurologe hat sie im Anschluss mit mir durchgesprochen.

Beide Untersuchungen sind schmerzfrei. Beim MRT haben aber viele Menschen Probleme mit der Enge in der geschlossenen Röhre, in die man reingeschoben wird. Mir hat in dieser Situation geholfen, die Augen die komplette Zeit geschlossen zu halten.

Nun ja, ihr könnt mein Ergebnis sicher schon erahnen: es wurde definitiv eine Zwangsstörung diagnostiziert.

Trotzdem muss ich sagen, dass ich schon ein mulmiges Gefühl, bis ich die finale Gewissheit hatte. Außerdem fand ich es sehr enttäuschend, dass meine vorherigen Ärzte und Therapeutin mich nicht darauf aufmerksam gemacht hatten. Ich hoffe, euch damit zu helfen, so dass ihr es aktiv mit euren Ärzten abklären lassen könnt.

Movember – Männer Gesundheit

Triggerwarnung

Ihr habt sicherlich schon mal vom Movember gehört, oder? Movember ist ein Kofferwort und steht für „Moustache“ = Schnurbar und November und ist der Name für eine Stiftung, die sich für Männergesundheit einsetzt sowie eine Community von Rockstars, die Geld sammeln und einen Unterschied in Bezug auf psychische Gesundheit und Selbstmordprävention, Prostatakrebs und Hodenkrebs machen.

Sicherlich kennt ihr auch einen Papa, Bruder, Opa, Onkel oder Freund, der nicht gerne zum Arzt geht. Leider werden immer noch viel Jungen so erzogen, stark zu sein, nicht zu weinen etc. Das tut mir immer sehr leid, zu erfahren.

Auch ich kenne z.B. einen Mann, der eines Tages tot in der Küche von seiner Frau gefunden wurde. Er ist leider nicht älter als Mitte 60 geworden. Er hat sich nie ärztlich untersuchen lassen. Das kann verhindert werden. Bitte gebt allen Männern in eurem Umkreis immer das Gefühl, wichtig zu sein und dass sie ihre Gefühle offen zeigen können. Ein Gang zum Arzt kann so vieles verhindern.

Ich kenne aber auch Männer, die sich nicht scheuen ärztliche oder therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sie konnten eine schwere Depression überwinden, den Krebs besiegen und eine Auto-Immunkrankheit in den Griff bekommen. Sie haben es geschafft! Darüber bin ich sehr dankbar und sehr stolz!

Liebe Männer, bitte kümmert euch um euch! Wir brauchen euch!

Alte Glaubenssätze

Nach wie vor reflektiere ich noch, welche Faktoren zu meinem Rückfall geführt haben können. Bei einigen Punkten habe ich schon etwas Klarheit. Über alte Glaubenssätze denke ich allerdings immer noch nach. Glaubenssätze sind, z.B. „ich bin nicht gut genug“ oder „Ich kann sowieso nichts ändern“.

Was sind meine alten Glaubenssätze? Wie finde ich diese heraus? Und welche davon, sind bei mir im Frühjahr hochgekommen? Und wenn ich sie dann herausgefunden habe, wie gehe ich gegen sie an?

Dazu habe ich mir diese Woche ein Coaching bei der lieben Marion gegönnt. Sie hat mit mir in 90 min meinen Haupt-Glaubenssatz herauskristallisiert und mir 3 neue Glaubenssätze mitgegeben, mit denen ich nun täglich üben kann, die alten hinter mir zu lassen. Das wird nun etwas Zeit in Anspruch nehmen. Ich bin sehr gespannt wie es sich entwickelt. Gerne berichte ich so in ca. 3 Monaten darüber, wenn ihr Interesse daran habt.

Kennt ihr eure alten Glaubenssätze schon und wie geht ihr damit um?

Für jeden eurer Tipps bin ich dankbar und ich teile sie auch gerne – selbstverständlich anonym – mit euch.

Mein erstes Interview

Was war ich aufgeregt: ich würde zum ersten Mal öffentlich über meine Zwangsstörung sprechen… Dabei fing alles damit an, dass die liebe Marion mich gefragt hat, ob ich nicht Lust hätte, an ihrer Alltagsheld:innen Reihe teilzunehmen. Das war irgendwann im Sommer und ich hatte mein Gesicht noch nicht gezeigt. Also fragte ich sie, ob es OK sei, wenn ich anonym und nur schriftlich dabei sein könnte. Bevor der Fragebogen veröffentlicht werden sollte, hat mich Marion dann nochmal gefragt, ob ich nicht evtl. doch ein Interview mit ihr aufnehmen würde, da ich ja nun mittlerweile ein Foto von mir online gestellt hatte. Meine erste Reaktion war – will ich das wirklich? Und dann dachte ich mir, das traust du dich jetzt… und naja, hier ist das Ergebnis:

https://www.instagram.com/tv/CV8J6xZlYHD/?utm_source=ig_web_copy_link

Und ja, man merkt mir wirklich an, wie sehr ich aufgeregt war. Ich sag nur: „(ganz) genau“ *nickemehrfachmitdemKopf* Und wer mich nicht so gut kennt, könnte glauben, das laute Lachen käme auch von der Aufregung. Aber dem ist nicht so. Das ist ein Teil von mir. An dem ich hart gearbeitet habe. Das bleibt und zwar genau so!

P.S. Liebe Marion, auch hier nochmal herzlichen Dank, dass du mir und meinem Herzensthema, dem Entstigmatisieren von Zwangsstörungen, den Raum gegeben hast!